VIEL LÄRM UM NICHTS | © Chris Rogel

die theaterachse: ab 2. Juli 2020

„Wir werden kein Notprogramm zeigen, sondern die komplette Partie.“

Mit Shakespeares Komödie VIEL LÄRM UM NICHTS startet die theaterachse ins Jubiläum: 25 Jahre theaterachse und keinen Ton leiser.

Wäre die theaterachse in einer ehelichen Verbindung, dann würde sie Silberhochzeit feiern. Tatsächlich hat die freie Theatergruppe – man sieht es ihr nicht an – schon stolze 25 Lenze auf dem Buckel. In den letzten Monaten ist es allerdings ruhig um das freie Ensemble geworden. Die erste Premiere der neuen Spielzeit fiel am 20. März Corona bedingt ins Wasser. Es wäre die Uraufführung von FRAU HOLLE gewesen. Das Stück stammt in dieser Form aus der Feder von theaterachse Leiter Mathias Schuh. Statt Polsterfedern regnete es zur Premiere Covid-Verordnungen. Unterkriegen lässt sich die Theatergruppe davon zum Glück nicht.

FRAU HOLLE | © Chris Rogel
FRAU HOLLE | © Chris Rogl

„Nicht nur die Festspiele haben zugewartet und gehofft, da gibt es noch einige andere. Wir werden kein Notprogramm zeigen, sondern die komplette Partie“, so Schuh, der festhält: „Wer klein (im Aufwand) ist, ist wendig und schneller am Start.“ Das Exempel folgt auf den Fuß. Binnen einer Woche stellte die theaterachse FRAU HOLLE fertig, die vielleicht diesen Sommer noch in einem Garten aufgeführt werden soll. „Sie ist sehr bezaubernd und wunderbar gespielt. Derzeit proben wir außerdem für VIEL LÄRM UM NICHTS von William Shakespeare. Da können, wenn alles gut läuft, die Aufführungen ab 2. Juli stattfinden. Zuerst im Emailwerk in Seekirchen, dann bei der Gärtnerei Tautermann in Schwarzach, schließlich wieder im Offtheater und Ende Juli im Brennhof Werfen. Wir lassen das Stück auch 2021 auf dem Spielplan.“

VIEL LÄRM UM NICHTS | © Chris Rogel
VIEL LÄRM UM NICHTS | © Chris Rogl

Shakespeares VIEL LÄRM UM NICHTS ab 2. Juli 2020

Bei der Komödie VIEL LÄRM UM NICHTS handelt es sich um die Jubiläumsproduktion. 25 Jahre theaterachse und außerdem: „alle paar Jahre ist einfach ein Shakespeare dran.“ Anfangs wurde mit Gesichtsschildern aus Plexiglas geprobt, aber die sind inzwischen nicht mehr nötig. „Wir werden termingerecht fertig“, sagt Mathias Schuh und verrät, „es wird sehr lustig und musikalisch, wie man es von der theaterachse erwarten darf und dennoch auch wieder anders“.

Spaß bei den Proben Shakespeare hatte auch das Ensemble. Das setzte nicht nur auf Eigenverantwortung, sondern hat auch zwei neue Darsteller an Bord. „Leid tut es mir um Luke Bischof, der eigentlich den Benedikt spielen sollte und am Tag unserer ersten Leseprobe die Einberufung zur Miliz bekam. Dadurch fiel er um alle Sommerproduktionen. Jetzt wird allerdings die Miliz-Zeit verkürzt und er hat keine Engagements mehr. Ihn trifft es natürlich doppelt und dreifach. Gleichzeitig hat er uns für seine Rolle mit Raphael Steiner einen sehr guten Ersatz empfohlen. Bálint Walter ist der zweite Neue im Team.“

MARIE UND DAS APFELBÄUMCHEN | © Andreas Hechenberger
MARIE UND DAS APFELBÄUMCHEN | © Andreas Hechenberger

Aktuelle Stoffwahl mit ARME ARTEN

Die Besonderheit seines freien Ensembles sieht Mathias Schuh in der Vielfalt verortet, die dieses kleine Team auf die Beine stellt. Momentan habe man ein Stück für Kleinkinder und gleich mehrere für Jugendliche sowie eines für Erwachsene auf dem Programm. „Und das alles mit extrem wenig Förderung. Normalerweise hätten wir eine Einnahmedeckung durch Eintritte von mindestens 85 Prozent.“

Eines der Jugendproduktionen sei das Klassenzimmerstück ARME ARTEN, auf das sich Schuh besonders freue. Das Stück stammt aus eigenen Feder und dreht sich um die Themen Klimawandel und Biodiversität. „Ich hoffe, dass Schulen wieder anspringen und zumindest einen Schauspieler in ihre Klassen lassen. Das Thema ist eigentlich noch “heißer“ – Corona wird gehen oder sich in die Liste der gefährlichen Viren einreihen. Der Klimawandel und das Artensterben werden bleiben.“

Freude an Kunst und Kultur

Um dem Artensterben in den Theater zuvorzukommen, hofft Mathias Schuh auf die Aufgeschlossenheit des Publikums. „Es soll in jedes Theater kommen und die Vielfalt genießen, auch hier gibt es sonst ein Artensterben.“ Deshalb sei es ihm auch so wichtig, dass die Menschen ihre Freude an Kunst und Kultur pflegen und behüten. „Man gewöhnt sich so schnell an ein Vakuum, das sich durch schnellen Konsum ja so gut ausfüllen lässt…“

 

Salzburg Premieren
Do, 02.07. Viel Lärm um nichts, Kulturhaus Emailwerk, Seekirchen
Sa, 04.07. Viel Lärm um nichts, Gärtnerei Tautermann, Schwarzach im Pongau
Do, 09.07. Viel Lärm um nichts, OFF Theater, Salzburg
Mi, 29.07. Viel Lärm um nichts, Werfen Brennhof, Werfen
Do, 10.11. Frau Holle, kleines theater, Salzburg
u.v.m
zum kompletten Spielplan: hier
www.theaterachse.com

Fotonachweis: siehe Bildunterschriften

Artikel zum Download in PDF-Format

Facebooktwitterredditpinterestlinkedinmailby feather

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.