Ach, wie gut, dass niemand weiß, dass ich Staatsschauspieler heiß! Typisch Thomas Bernhard – grantig, unzufrieden und unglaublich eloquent lässt er seinen Staatsschauspieler im DER THEATERMACHER monologisieren. Wortgewaltig und präzise teilt auch die Inszenierung am Schauspielhaus Salzburg aus. Es ist ein Trend, der gleich von Anfang an zu spüren ist:Read More →

Think outside the box mit theaternyx* „Tausche Eintrittskarte gegen Sitzplatznummer“ – bei Claudia Seigmanns Inszenierung von DAS WIRD MIR ALLES NICHT PASSIEREN… WIE BLEIBE ICH FEMINISTIN ist so einiges anders. Gerade deshalb sollte man*frau sich das theatrale Erlebnis nicht entgehen lassen. Zugegeben, der Titel  führt ein wenig in die Irre:Read More →

Die Theaterachse bittet zum KONZERT und inszenierte eine höchst vergnügliche Variante des gleichnamigen Ehekomödien-Klassikers aus Hermann Bahrs Feder. Jedes Jahr gibt es diese theatermageren Monate, die auch als Juni, Juli und August bekannt sind und gerne zum Urlauben genutzt werden. Die Daheimgebliebenen dürfen sich aber freuen, denn so mancher theatraleRead More →

Eine Nicht-Rezension oder Das Alter, Thomas Bernhard und „Im Sitzen läuft es sich besser davon“. Ich wollte als Einleitung für meine Nicht-Rezension eigentlich über das Alter schreiben. Das Alte Testament beispielsweise nennt als Lebenszeit für seine zehn Urväter beinahe 1000 Jahre. Das ist eine ziemlich lange Existenzspanne, keine Frage. DenRead More →

DER GOLEM im Prager Ghetto: expressionistisch und bildreich.   Immer wieder begibt es sich nämlich, dass ein vollkommen fremder Mensch, bartlos, von gelber Gesichtsfarbe und mongolischem Typus aus der Richtung der Altschulgasse her, in altmodische, verschossene Kleider gehüllt, gleichmäßigen und eigentümlich stolpernden Ganges, so, als wolle er jeden Augenblick vornüberRead More →

Letztens wurde in einem Artikel erwähnt, dass ein Gros der männlichen Population ausschließlich Bücher von männlichen Autoren lese. Ich fand diesen Ansatz erstaunlich, hatte ich mir doch über ein genderähnliches Rezeptionsverhalten bislang noch keinerlei Gedanke gemacht. Das wollte geprüft werden. Ich startete eine Umfrage in meinem männlichen Bekanntenkreis. Die umfassteRead More →

Es gibt so Menschen, die mögen keine anderen Menschen. Und so ein Misanthrop ist auch Herr von Rappelkopf. Der Wüterich mit dem sprechenden Namen ist eine der zentralen Figuren in Ferdinand Raimunds 1828 uraufgeführtem Zauberspiel ALPENKÖNIG UND MENSCHENFEIND.  Zum damaligen Zeitpunkt stand bereits nicht mehr alleinig der Zaubercharakter  im Zentrum,Read More →

„Willst du immer weiter schweifen? // Sieh, das Gute liegt so nah“ (Goethe) Das kulturelle Leben in Salzburg ist großartig und ziemlich divergent. Egal nach was der Sinn gerade gelüstet, für jeden Geschmack sollte etwas zu finden sein. Wobei wir schon bei dem Aufhänger für diesen Beitrag wären: dem liebenRead More →

Leise Musik und das ferne Pulsieren eines Herzens bilden den Auftakt zu Anne Simons Inszenierung von Ferdinand Schmalz‘ DOSENFLEISCH – eine Koproduktion mit dem Théâtre National du Luxembourg (Ausstattung: Isabel Graf). Der österreichische Autor, der eigentlich Matthias Schweiger heißt und seit seinem preisgekrönten Erstling AM BEISPIEL DER BUTTER als „Nachwuchsstar“Read More →

Im Jahr 331 vor unserer Zeit, so wird es von Titus Livius in seinem Geschichtswerk überliefert, hat eine Seuche große Teile der römischen Oberschicht ausgelöscht. Doch was war die Ursache? Lag es an der Unmäßigkeit des Himmels und damit an den Göttern und dem Wetter oder doch eher an menschlichemRead More →